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Kurztipp: VMware vSphere 6.7 Guest Customization und openSUSE Leap 15.2

Bei der automatisierten Netzwerkkonfiguration eines openSUSE 15.2-Gastes unter VMware vSphere 6.7 stieß ich neulich (mal wieder) auf den üblichen „Guest Customization failed„-Fehler.

Nachdem übliche Standard-Fehler (nicht installierte Perl-Umgebung, wird für Anpassung benötigt) ausgeschlossen werden konnte war ich einen Blick in den VMware Compatibility Guide. Dieser verriet, dass openSUSE 15 offiziell nicht unter vSphere sondern lediglich in den Desktop-Hypervisoren unterstützt wird:

Fehler Support für openSUSE unter VMware vSphere

Das technologisch baugleiche SUSE Linux Enterprise Server 15 wird hingegen unterstützt:

SUSE Linux Enterprise Server 15.2 wird unter VMware vSphere unterstützt

Der für die VM konfigurierte Betriebssystem-Typ hat keinerlei Auswirkung auf den Fehler. Ein Blick ins entsprechende Protokoll (/var/log/vmware-imc/toolsDeployPkg.log) brachte den folgenden Fehler zum Vorschein:

INFO: Getting hostname
DEBUG: Command '/sbin/uname -a'
DEBUG: Result:
DEBUG: Exit Code: -1
ERROR: Fatal error occured during customization !! Customization halted.
ERROR: Error: Customization Failure !! Unknown distribution. at /var/run/.vmware-imgcust-d2asUMq/scripts/Customize.pl line 107.

INFO: Return code is 255.

Ich verglich zwei openSUSE- und SLE 15-Systeme und stellte folgenden Unterschied in der Datei /etc/issue fest. Unter openSUSE ist dort zu sehen:

Welcome to \S - Kernel \r (\l).

Unter SLE 15 hingegen war folgendes zu sehen:

SUSE Linux Enterprise Server 15

Das Ändern des Datei-Inhalts analog zu SLE 15 behob das Problem. Allerdings stellt das keine offizielle Lösung dar – auch wenn openSUSE in Zukunft das Upstream-Projekt zu SLES darstellen könnte.

Meine Erwartung ist, dass VMware die Veränderungen zwischen openSUSE und SLE zum Anlass nimmt, denn offiziellen Support ebenfalls zu erweitern.

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2 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. MR sagt:

    Ohje, haben die das noch immer nicht behoben? Da bin ich letztens auf drauf gestoßen. Gibt es die issue-Datei überhaupt noch? Leider finde ich den LInk nicht wieder – soweit ich es richtig verstanden bzw. gelesen habe, existiert ab SLES15 stabdardmässig weder „/etc/issue“ noch ist „uname“ in /sbin zu finden (ist in /usr/bin).

    1. Christian sagt:

      Hi Marcel,
      nein das Problem besteht leider immer noch.

      Die Issue-Datei gibt es tatsächlich noch, enthält aber normalerweise nur ein Makro auf das Kernel-Release. Auch uname finde ich zumindest noch bei meinen Installationen.
      Benutzt Du vielleicht eine vorgefertigte Installation, die entsprechend bereinigt wurde?

      Beste Grüße,
      Christian.

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