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Kurztipp: CentOS / RedHat / Scientific Linux Clone mit gleicher NIC-Benamung

Wer größere Szenarien virtualisiert testen möchte, kennt das Problem vielleicht – es werden $x Server benötigt und man möchte diese nicht alle händisch aufsetzen.

Zum Glück gibt es beispielsweise unter VMware die Möglichkeit VMs zu “klonen“. So hat man binnen weniger Augenblicke eine 1:1-Kopie, die man lediglich noch mit einem neuen Namen versehen muss.

Ganz so einfach ist bei CentOS / RedHat / Scientific Linux (den sogenannten EL* Distros) dann aber doch nicht. Wird eine EL-VM einfach geklont und gebootet, so “sieht” das OS aufgrund einer neuen MAC eine neue NIC – diese hat dann einen anderen Gerätenamen. Bei größeren Projekten ist es dann vielleicht nicht mehr so einfach, den Überblick zu behalten, weswegen ich die Gerätenamen immer gleich halte.

Die Vorgehensweise ist recht simpel:

  1. Nach dem Clone wird die Netzwerkkarte aus der VM-Konfiguration gelöscht und das System hochgefahren.
  2. Die hinterlegten Zeilen mit der MAC der ehemaligen NIC in der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules werden auskommentiert oder gelöscht. Diese Zeilen sorgen dafür, dass die Disto sich die alte MAC “merkt” und somit den Gerätenamen reserviert.
  3. Der Hostname wird in der Datei /etc/sysconfig/network angepasst.
  4. Im aktuellen Netzwerk-Profil muss – falls definiert – die HWADDR-Zeile auskommentiert werden. Andernfalls bekommt die neue NIC dennoch einen neuen Namen
  5. Das System wird heruntergefahren und nach Hinzufügen einer Netzwerkkarte wieder gebootet.
  6. Ggf. muss die neue MAC-Adresse in das entsprechende Netzwerkskript (/etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-xxx) eingetragen werden.
  7. Sofern Schritt 5 ausgeführt wurde, steht nach einem Neustart des Netzwerk-Dienstes die Netzwerkverbindung wieder zur Verfügung:
    # service network restart

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