SUN Blade 2500

Vor einigen Jahren war ich stolzer Besitzer einer SUN Ultra 10 – dummerweise musste das Gerät aufgrund von Platzmangel weichen. Damals galt mein Interesse nahezu ausschließlich Linux – für Unix konnte ich mich noch nicht begeistern. Auf der besagten SPARC-Workstation lief damals auch kein Solaris, sondern Linux – getreu dem Motto „We have joy, we have fun, we have Linux on our SUN„. 😉

Mittlerweile sieht das anders aus, ich bin seit knapp einem halben Jahr HP-UX-Administrator und interessiere mich inzwischen sehr für Unix. Da die Zukunft von HP-UX immer noch sehr umstritten ist, möchte ich rechtzeitig meinen Horizont erweitern, bevor das Produkt keinerlei Marktrelevanz mehr darstellt. Neben HP-UX und AIX zählt auch Solaris zu „den großen Drei“ – Zeit, sich das System mal genauer anzuschauen.

Nachdem ich in virtueller Umgebung schon erste Solaris-Gehversuche gemacht habe, habe ich für 2013 (m)eine erste Solaris-Zertifizierung als „Oracle Solaris 11 System Administrator (OCA)“ geplant. Zwar ist es prinzipiell möglich, für diese Prüfung auf einem x86 zu lernen (da Solaris auch nativ auf x86 lauffähig ist), einige Themen erfordern aber einfach „Blech“ – beispielsweise die Konfiguration des Open Boot PROMs der SPARC-Geräte.

Seit geraumer Zeit halte ich nach einer SUN Blade 2500 Ausschau – das letzte Produkt der Blade-Produktserie und neben der Ultra 25 und 45 einer der letzten Vertreter der Unix-Workstation Gattung.

Auf eBay bin ich diese Woche fündig geworden – während die Blade 2500 i.d.R. für 250 bis 800 Euro zu haben ist, hat ein Reseller seinen Großbestand für kleineres Geld aufgelöst. Es handelt sich bei den Geräten zwar um die rote Version, die über eine etwas leistungsschwächere CPU verfügt – das Gerät verfügt über:

  • UltraSPARC IIIi-Prozessor mit 1.28 Ghz Taktfrequenz
  • 4 GB DDR-Arbeitsspeicher
  • 2x 36 GB SCSI-Festplatten mit 10.000 RPM
  • XVR-600 Grafikkarte mit 64 MB Speicher

Installiert wurde Solaris 10, da die Blade 2500 leider nicht von Solaris 11 unterstützt wird:

Error: 'SUNW,UltraSPARC-IIIi' is not supported by this release of Solaris.

Schade, aber macht nichts – dann lerne ich Solaris 11 eben in einer VM und verwende das noch supportete Solaris 10 für meine Blade 2500.

Langsam wird es eng unter meinem Tisch, da sich die Blade 2500 neben meine C8000 und RX2600 gesellen musste. 😀

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Für 200 Flocken überlass ich dir meine Sun T1000… du musst lediglich RAM rein kaufen, weil der installierte RAM wohl defekt ist. Dann hast du nen Solaris 11 tauglichen Server. Leider is die Möhre äußerst laut. Die Kiste is besser in nem Keller aufgehoben. 😉

    • Hi Tschokko!
      Danke für dein Angebot! Wegen meines neuen Racks kann ich keine Server mit voller Tiefe, wie den T1000, mehr verbauen. Habe mir bewusst was „kleines“ für unter den Tisch gekauft. Und da ich keinen Keller habe.. :/

      Solaris 11 schau ich mir dann in einer VM auf dem ESXi an. Ging mir in erster Linie ja um Open Boot PROM-Geschichten und andere Hardware-Themen, die ich nicht in der VM testen kann. Das geht ja auch soweit auf der Blade 2500.

      Aber netter Server! Was hat der T1000 für Aufgaben bei dir übernommen?

      Grüße!

  2. Die T1000 ist gerade mal 47cm tief. Nur mal so am Rande bemerkt. 😉 Die ist ziemlich klein verglichen zu gängigen Servern. Kaum größer als ein Switch also !

    Ich hab mit der T1000 lediglich mit LDoms experimentiert.

    • Tatsächlich, das Teil ist sehr kompakt. Muss ich wohl mit einem anderen T-Server verwechselt haben.. Ich nehm alles zurück! 😉

      Ah, der Oracle VM Server! Den möchte ich mir auch mal anschauen. Sollte es IIRC ja auch für x86 geben. Auf der Blade wird der ja nicht laufen.

      Beste Grüße!

    • Ah, okay. Das war mir neu. Ich dachte man hätte dadurch, dass man den Produktnamen für die beiden Architekturen gleichgezogen hat, auch die Technologie gleichgezogen. Aber das ist ja dann was ganz anderes – Xen und LDom kann man wirklich nicht vergleichen. 😉

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