Kurztipp: Gesamter Netzwerkverkehr über OpenVPN-Tunnel

OpenVPN routet in der Regel erstmal das entfernte Netzwerk unter der entsprechenden Netzadresse weiter. Der gesamte Netzverkehr wird nicht weitergeleitet – je nach Anwendungsgebiet kann das aber durchaus erwünscht sein (z.B. Einbindung eines externen Clients, der ein entferntes Gateway/einen entfernen Proxy verwenden soll).

Abhilfe schafft hier das folgende Schlagwort in der OpenVPN-Konfigurationsdatei:

redirect-gateway def1

Meine Gesamtkonfiguration sieht derzeit wie folgt aus:

#OpenVPN Server conf
tls-client
client
dev tun
proto udp
tun-mtu 1400
remote HOSTNAME PORT
pkcs12 USERNAME.p12
cipher BF-CBC
comp-lzo
verb 3
ns-cert-type server
keepalive 10 120
redirect-gateway def1

Die keepalive-Einstellung ist übrigens ebenfalls nicht standardmäßig im Client-Archiv des IPCops enthalten. Wer häufige Verbindungsabbrüche hat und seinen Tunnel neuaufbauen muss, kann mit dem o.g. Statement bewirken, dass die Verbindung gekappt wird, wenn nach 120 Sekunden das Remote-Gateway nicht mehr antwortet. In 10 Sekunden-Abständen erfolgen Pings, um die Verbindung zu überprüfen.

Diese Einstellungen lassen sich für zukünftige Client-Archive übrigens auch global setzen. Unter „Erweiterte Serveroptionen“ gibt es auf der IPCop-Weboberfläche hierfür zwei Formularfelder:

Erweiterte OpenVPN-Serveroptionen

Erweiterte OpenVPN-Serveroptionen

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