Über Programmiersprachen, Stipendien und ObjectiveCeeds

Mein Interesse gilt schon seit meiner Kindheit den grauen Kisten, die einem helfen Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht gehabt hätte. Im Laufe der Jahre habe ich nicht nur verschiedene Betriebssysteme, sondern auch zahlreiche Programmiersprachen kennengelernt.

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten eigenen Rechner, der seinen Dienst mit MS-DOS verrichtete – hier habe ich erste Programmier-Erfahrungen mit Microsoft QBasic sammeln können. Später folgten Microsoft Visual Basic und Borland Delphi. Bevor ich mit PHP und Java zwei Programmiersprachen entdeckt habe, die mich bisher am stärksten interessierten, beschäftigte ich mich oberflächlich mit C und C++.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich immer wieder gelegentlich programmiert – nicht zuletzt, um Lösungen für persönliche, recht spezielle Anwendungsanforderungen zu implementieren und zu veröffentlichen – beispielsweise checkform und JTrainer.

Mit dem ersten Android-Smartphone vor zwei Jahren entstand Interesse an der Programmierung von „Apps„. Da ich schon Erfahrungen mit modernen Web-Schnittstellen und Java hatte, konnte ich schnell an vorhandenes Wissen anknüpfen. Schon nach kurzer Zeit entstand meine erste Android-App – JTrainer für Android.

Weiterbildungsstipendium

Vor zwei Jahren, als ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker absolvierte, hatte ich das Glück von der durch die IHK beworbenen Begabtenförderung (ugs. Weiterbildungsstipendium) der SBB (Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung) zu profitieren.

Einmal im Jahr werden, je nach Kammer, zwischen 30 und 50 Plätze verteilt – über die Verteilung entscheidet ein Ausschuss, bei welchem man sich idealerweise mit einem interessanten Projekt oder einer gut durchdachten beruflichen Zukunftsvision bewirbt. Ich selbst habe mich mit einem Projekt, über das ich noch nicht zu viel verraten möchte, beworben – und hatte das Glück ausgewählt zu werden. Jedem Stipendat stehen über drei Jahre lang bis zu maximal 6.000 EUR insgesamt für förderfähige Leistungen, wie beispielsweise Schulungen oder Lernmaterialien, zur Verfügung.

Ich kann nur jedem, der prinzipiell für das Stipendium infrage kommt, nahelegen, sich zu bewerben! Die Chancen einen Platz zu bekommen sind höher, als man sich vorstellt. Ich habe mich letztendlich einfach auf „gut Glück“ beworben und hatte nicht wirklich damit gerechnet, ernsthaft davon profitieren zu können. 🙂

Weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium gibt es auf der Homepage der SBB: http://www.sbb-stipendien.de

Objective-C Schulungen – die Qual der Wahl

Natürlich sprangen mir gleich zahlreiche Ideen in den Kopf, die Förderleistungen des Staats in Anspruch zu nehmen – eine geplante Schulung sollte sich um die Entwicklung von Anwendungen für Apple Smartphones und Tablets drehen.

Fakt ist – wer mit einem Online-Projekt und mobilen Apps erfolgreich sein will, kommt um eine native iOS-Anwendung nicht herum. Auch wenn die Verbreitung von iPhones und iPads durch immer stärkere Android-Konkurrenten gelitten hat, sind die mobilen Gerätschaften aus Cupertino weiterhin sehr beliebt.

Ich habe nach einer entsprechenden Schulung gesucht – und entdeckt, dass der Markt hier recht groß ist. iOS und Objective-C Schulungen gibt es mittlerweile von vielen Anbietern – den Überblick zu behalten fällt hier schwer. Ich habe primär nach einer bezahlbaren Schulung gesucht, die in meiner Nähe stattfindet und über eine möglichst breite Agenda verfügt. Viele der gefundenen Schulungen waren sehr teuer und bedienten sich dabei lediglich sehr oberflächlicher Gliederungen („Was ist iOS? Was ist Objective-C? Hello World, danke und Tschüß!“).

ObjectiveCeeds – development and training made in Baden-Würtemberg

In einem Blog-Artikel (den ich jetzt leider nicht mehr finde) habe ich vom IT-Freiberufler Manfred Kreß erfahren. Unter dem Namen ObjectiveCeeds bietet er Schulungen rund um die Themen Objective-C, OS X und iOS an. Als erfahrener Software-Entwickler und freiberuflicher IT-Dozent beschäftigt sich Manfred Kreß stets mit den aktuellen Errungenschaften der Apple-Programmierung und gibt diese pädagogisch wertvoll weiter.

Bonsai Zentrum Heidelberg

Mir ist sofort die umfassende Agenda, die neben Grundlagen in Objective-C auch ein breites Spektrum an iOS-relevanten Themen enthielt, aufgefallen – das konnte ich bisher in keiner anderen Schulung in der selben Preiskategorie finden.

Ein absolutes Highlight ist der äußerst ausgefallene und exklusive Seminarort – das Bonsai Zentrum Heidelberg. Ich habe ja schon an einigen Schulungen teilgenommen, aber so eine geniale Location war bisher noch nicht dabei! 😀

MacBook und Bonsai

Zwischen formschönen Bonsais wird munter programmiert und entwickelt – in den Pausen gibt es neben den zahlreichen Schalen-Bäumen auch viele farbenfrohe Kois zu beguachten. Eine angenehmere Seminaratmosphäre habe ich bis dato nicht erlebt. 🙂

Da die Teilnehmergruppen meist nicht größer als 6, 7 sind, bleibt immer Zeit für Zwischenfragen und Troubleshooting am Teilnehmer-Notebook. Um an der Schulung teilzunehmen, ist es übrigens nicht notwendig, ein MacBook sein Eigen zu nennen – es besteht die Möglichkeit, für drei Tage Schulung ein MacBook Pro zu leihen.

Bonsai

Mir hat die Schulung sehr viel Spaß gemacht. Neben der Vielfalt der Bonsai-Kunst sind mir nun auch die Grundlagen der Objective-C und iOS-Programmierung bekannt – Ziel erreicht. 🙂

Wenn sich in den nächsten Jahren etwas an meinem akuten Zeitmangel ändert, weiß ich, welche Kunst ein interessantes Hobby für mich wäre – die Bonsai-Kunst. Ich habe mich bisher nie damit beschäftigt und war verdutzt, wie spannend dieses Hobby doch eigentlich ist. Wer sich für Botanik oder speziell Bonsai interessiert, sollte unbedingt mal das Bonsai Zentrum Heidelberg besuchen. 🙂

Résumé

Rote Ahorn Bonsai

Wer sich ernsthaft mit Objective-C- und iOS-Programmierung beschäftigen möchte und nach einer Schulung mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis sucht, sollte sich die Seminarangebote von ObjectiveCeeds näher anschauen.

Ich war sehr zufrieden mit der angenehmen Seminaratmosphäre, der inhaltlichen Agenda und dem locker-lustigen Schulungssstil von Manfred Kreß.

Ich hatte mich schon vor einiger Zeit mit Buch und Mac Mini in den Dschungel der Apple-Programmierung begeben. Viele Dinge sind einfach unverständlich geblieben – das hat sich mit dieser Schulung geändert.

Wer mehr über das Angebot von ObjectiveCeeds erfahren möchte, sollte sich die Webseite von Manfred Kreß anschauen: http://www.objectiveceeds.com.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann jedem nur empfehlen daran Teil zu nehmen, zu meiner Zeit gab es so etwas noch nicht. Nutzt die Chancen die sich euch bieten.

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