Kurztipp: IPv6 unter RHEL / CentOS komplett deaktivieren

Um IPv6 komplett unter RHEL / CentOS bis einschließlich Version 6 zu deaktivieren, genügen die folgenden Befehle:

# echo "options ipv6 disable=1" > /etc/modprobe.d/ipv6.conf
# chkconfig ip6tables off
# shutdown -r now

Ein Modulparameter sorgt dafür, dass nach dem nächsten Reboot keine IPv6-Funktionalität mehr angeboten wird. Wird dieser Parameter nicht gesetzt, starten einige Dienste immer noch automatisch IPv6-Sockets. Die IPv6-Firewall wird nicht mehr benötigt und kann deaktiviert werden.

Ab Enterprise Linux 7 ändert sich das Verhalten, hier wird eine Kernelvariable geändert:

# echo "net.ipv6.conf.all.disable_ipv6=1" >> /etc/sysctl.d/99-ipv6.conf
# echo "net.ipv6.conf.default.disable_ipv6=1" >> /etc/sysctl.d/99-ipv6.conf
# sysctl -w net.ipv6.conf.all.disable_ipv6=1
# sysctl -w net.ipv6.conf.default.disable_ipv6=1
# systemctl disable ip6tables ; systemctl stop ip6table

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auch wenn es gut zu wissen ist, wie man die IPv6 Funktionalitäten deaktiviert, sollte man doch langsam damit anfangen sich mit der Zukunft zu beschäftigen.

  2. Über den Sinn dieser Maßnahme kann man streiten angesichts der endlich steigenden IPv6-Verbreitung.
    Nur wenn man sie durchführt, sollte man sich vielleicht auch die Gegenmaßnahmen aufschreiben, oder sich diesen vermeintlichen Tipp zwecks Rücknahme ausdrucken.
    Wesentlich sinnvoller ist es IPv6 eingeschaltet zu lassen und seinen ISP um eine entsprechende Anbindung zu ermahnen.

  3. Hallo Dirk und Thomas,
    ich stimme euch zu, dass IPv6 die Zukunft ist und irgendwann das ältere IPv4 komplett ersetzen wird.
    Bis dahin ist es von Vorteil, sich schonmal damit beschäftigt zu haben.
    Privat haben mir bisher Zeit und Interesse hierfür gefehlt. Es entstünde für mich kein Mehrwert – im Gegenteil, einige meiner „embedded devices“ sind nicht IPv6-fähig.
    Auch beruflich entstand für mich bisher noch nicht die Notwendigkeit, mich tiefer in die Materie einzuarbeiten.

    Wenn mal weniger auf meiner Agenda steht, kommt sicherlich auch mal IPv6 dran. 😉

    Beste Grüße,
    Christian.

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