Kurztipp: WWN/WWID eines Fibre-Channel Controllers unter Linux herausfinden

Um den World Wide Name / World Wide Identifier eines Fibre-Channel Controllers unter Linux herauszufinden gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten.

Eine weit verbreitete Möglichkeit ist das Auslesen des /sys-Verzeichnisses. In diesem virtuellen Dateisystem existieren u.a. für Fibre-Channel Controller spezielle Dateien, die nähere Informationen über die Hardware ausgeben. Unterhalb des Ordners fc_host wird für jeden Adapter ein entsprechender Unterordner (host1,…) angelegt. In diesem befindet sich dann i.d.R. eine Datei, dessen Name mit node beginnt – darin enthalten ist die vermeintliche WWN / WWID:

# cat /sys/class/fc_host/host*/node*
0x2000f1ad66c7f1e9
0x2000f1ad66c7f1e9

In meinem Fall waren die Informationen aber nicht ganz korrekt – die 6.Stelle der hexadezimalen ID war nicht korrekt (siehe auch weiter unten). Der oberen Ausgabe zufolge wären zwei Controller mit der gleichen WWN / WWID verbaut – und das kann nicht sein. Ein Blick ins BIOS des Servers bestätigte meine Vermutung – die Ausgabe war fehlerhaft. Auf anderen Servern hatte ich jedoch keine Probleme mit fehlerhaften Ausgaben. Den Grund für diese Fehlinformation konnte ich noch nicht herausfinden.

Eine Alternative ist die Verwendung des systool-Kommandos. Auf Enterprise Linux-Systemen (RHEL/RHED, CentOS, Scientific Linux, Oracle Enterprise Linux) muss hierfür das sysfsutils-Paket installiert werden.

Mithilfe des folgenden Kommandos konnte ich die WWN / WWID der beiden Controller auslesen:

# systool -c fc_host -v|grep -i port_name
    port_name           = "0x2001f1ad66c7f1e9"
    port_name           = "0x2002f1ad66c7f1e9"

🙂

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Fibre Channel unter Linux ist schon ein trauriges Thema. Was das Thema angeht, genau so wie HA Cluster ist Linux einfach ein grausiger Drahtverhau, wenn man den Themenkomplex High Availability und Fibre Channel/SAN mit Solaris vergleicht kommen mir jedes mal fast die Tränen. Linux bräuchte dringend sowas wie den Leadville Stack im Solaris, mit einem einheitlichen Toolset das auch versionsunabhängig immer gleich funktioniert. Da gibt’s wirklich noch viel nachzuarbeiten. Vom Cluster will ich gar nicht erst anfangen. Abgesehen davon Glückwünsche zu deinem Blog. 🙂

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