Erster Blick auf Spacewalk 2.1

Vor einigen Tagen bin ich zufällig auf einen Blog-Artikel von Duncan Mac-Vicar gestoßen – darin ging es um einen sehr interessanten Ansatz zur Modernisierung der Web-Oberfläche von Spacewalk. Mit großem Interesse habe ich gelesen, wie mit modernen Defacto-Standards, wie Twitter Bootstrap, jQuery und HTML5 die altbackene Oberfläche deutlich aufgehübscht wurde. Wie ich später erfuhr, wurden diese Änderungen bereits in Spacewalk 2.1 übernommen – eine Schande, dass ich nicht über die üblichen Kanäle davon erfahren habe. 🙁

Weitere Änderungen und Hinweise

Neben der neuen „responsive“ Web-Oberfläche gab es auch einige Erweiterungen, wie einen neuen Datum-Auswahldialog und einen Passwordmeter, welcher die Stärke eingegebenen Passwörter grafisch darstellt.

Das integrierte OpenSCAP-System um einige Funktionen erweitert, ca. 200 Bugs wurden behoben. Die Spacewalk-API wurde um ganze 10 neue Aufrufe erweitert, was Entwicklern von Skripten und Zusatzanwendungen gefallen dürfte. Spacewalk 2.1 wird die letzte Version sein, die auf einem EL5-System (RHEL, CentOS, Scientific Linux, OEL) betrieben werden kann – Fedora 18 wird bereits nicht mehr als Host-System unterstützt.

Die moderne Web-Oberfläche soll übrigens auch relativ zeitnah ihren Weg in die Quellcode-Basis von SUSE Manager finden.

Natürlich habe ich mich gleich daran gemacht, meine lokale Spielwiese zu aktualisieren. Im auf der Spacewalk-Seite verlinkten Wiki gibt es einen entsprechenden Upgrade-Leitfaden, der die einzelnen Schritte erklärt: https://fedorahosted.org/spacewalk/wiki/HowToUpgrade

Die neue Web-Oberfläche

Wie bereits erwähnt, wurde die neue Web-Oberfläche mithilfe von HTML5, Bootstrap und jQuery deutlich aufgewertet und modernisiert – sie ist nun „responsive“ und somit auch auf mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet) vernünftig verwendbar. Anbei einige Screenshots der Web-Oberfläche auf meinem Google Nexus 7:

Ich persönlich begrüße dieses Update sehr! Die Oberfläche wirkt aufgeräumter und ist viel ansprechender gestaltet als der in die Jahre gekommene Look. Ich bin gespannt, wie die Umsetzung in SUSE Manager aussieht und ob Red Hat Satellite auch ein neues Design verpasst bekommt. 🙂

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