VMworld Europe 2015

Eingang

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Letzte Woche fand das europäische VMworld-Event in Gran Via, Barcelona statt. Wie jedes Jahr veranstaltet VMware an zwei Terminen seine hauseigene Messe, die sich rund um aktuelle Entwicklungen von VMware und verbündeten Partner dreht. Die diesjährige VMworld stand ganz unter dem Motto „Ready for ANY“, was insbesondere der verstärkten Fokussierung VMwares auf flexiblere Cloud- und Mobility-Produkte Ausdruck verlieh.

An vier Tagen konnten Besucher frei aus einem sehr umfangreichen Programm wählen – darunter:

  • Mehr als 250 Fachvorträge von Partnern und VMware-Personal
  • Ausstellerbereich mit knapp 130 Partnern
  • Zertifizierungen zu Sonderkonditionen
  • VMware Store, Verkauf von Merchandise und Fachliteratur
  • Meet and Greet mit vExperts
VMware vSphere Essentials

VMware vSphere Essentials

Langeweile kam also keineswegs auf – man hatte als Besucher vielmehr das Problem vom sehr umfangreichen Programm das Interessanteste zu selektieren. Zur Unterstützung bot VMware diverse Mobile Apps an, die dazu verwendet werden konnten, um sich einen persönlichen Terminplan zu erstellen und einen genauen Überblick über die aktuellen Geschehnisse zu erhalten.
Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass das Buch „VMware vSphere Essentials“ von PacktPub, an welchem ich mitwirken durfte, im Store ebenfalls angeboten wurde.

Keynotes

Carl Eschenberg (President und Chief Operating Officer) thematisierte am Montag in der ersten Keynote VMwares Vision von modernen, skalierungsfähigen IT-Infrastrukturen. Eine der Kernaussagen des diesjährigen Mottos war der Wegfall von Cloud-Silos (Private, Public und Managed Cloud) durch den Einsatz einer „Unified Hybrid Cloud„. Hinter diesem Marketing-Begriff verbirgt sich im Wesentlichen die Überlegung, verschiedene Infrastruktur-Komponenten unabhängig von der Ressourcenart (Private, Hybrid Cloud) nahtlos in bereits vorhandene Infrastrukturen zu integrieren und mithilfe bekannter Werkzeuge zu verwalten (oder, alternativ ausgedrückt: single pane of glass 😛). Mit VMware vCloud® NFV™ (Network Functions Virtualization) wurde eine SDDC-Lösung für CSPs (Communication Service Provider) vorgestellt, die neben vSphere und VSAN die folgenden Produkte vereint:

  • vRealize Operations Insight
  • VMware Integrated OpenStack
  • vCloud Director for Service Providers

Mit Telefonica und Novamedia wurden zwei große Kunden vorgestellt, die vCloud® NFV™ verwenden, um den Anforderungen ihrer stets wachsenden Infrastruktur gerecht zu werden.
Ray O’Farell (CTO, CDO) und Kit Colbert (VP und CTO Cloud-Native Apps) sprachen über „Cloud Native Applications„, die VMware als moderne Alternative zu „traditionellen“ Anwendungen, wie SAP und Oracle, ansieht.

Bill Fathers (Executive VP and GM Cloud Services) fokussierte das Thema vCloud® Air™ und beleuchtete die Vorzüge hinsichtlich Skalierungsfähigkeiten. Er wies jedoch auch darauf hin, inwiefern Unternehmen ihre Anwendungsdesigns anpassen müssen, um dieses Ziel in einer adäquaten Art und Weise zu erreichen. In diesem Zusammenhang war von „Hybrid Applications„, die Rede, welche möglichst einfache Designs aufweisen, um teilweise oder komplett in Cloud-Resourcen ausgelagert werden zu können. Traditionelle Multi-Tier-Anwendungen lassen sich oftmals nicht oder nur aufwändig in Cloud-Konzepten betreiben.

Raghu Raghuram (Executive VP und GM SDDC) und Yanbing Li (VP Storage and Availability) widmeten sich dem Thema Software-Defined Data Center (SDDC). Insbesondere war von vRealize Suite, NSX 6.2 und VSAN 6.1 die Rede. VMware bietet diese Produkte nun auch gebündelt als EVO SDDC an – und spricht damit Kunden an, die eine einfache Lösung suchen, SDDCs zu implementieren. Die Vorzüge der neuen Version 7 von vRealize Automation wurden anhand eines Kundenbeispiels demonstriert.

Die Keynote am Mittwoch wurde von Sanjay Poonen (Executive VP and GM End-User Computing) eingeleitet. Zusammen mit Rory Clements (Director, Solution Engineering EUC) sprach er über Mobility und Security. Eines der Ziele von VMware sei es, die Schlichtheit bekannter Endanwender-Produkte mit Enterprise-Sicherheitsanforderungen zu kombinieren. Um den Zugang zu Unternehmensanwendungen auf mobilen Endgeräten zu erleichtern, bietet VMware mit Identity Manager ein Authentifizierungsservice an. Dieser bietet Single-Sign-On Funktionalität für Mobile Apps, Web- und Cloud-Anwendungen – abgerundet wird das Angebot durch einen personalisierbaren App-Store für mobile Endgeräte.

Martin Casado (GM, SVP, Fellow, Networking and Security) und Guido Appenzeller (CTSO Network and Security) sprachen über NSX. In der kürzlich vorgestellten Version 6.2 wurde NSX erweitert, um mehrere vCenter Server-Instanzen zu unterstützen. So ist es nun möglich, Firewall-Regeln und Security Policies über mehrere vCenter-Installationen zu verteilen – insbesondere großen Installationen kommt dies zugute. Eine weitere Erneuerung sind ausgefeiltere Monitoringfunktionalitäten, insbesondere hinsichtlich Gesundheitsinformationen der virtuellen Netzwerken. In einer Demo wurde die nahtlose Integration in vRealize Operations Manager präsentiert. So wurde gezeigt, wie sich beispielsweise Netzwerkprobleme erkennen und auf mehreren Ebenen (logisch, physisch) nachvollziehen lassen.
NSX bietet neuerdings auch die Unterstützung in Amazon Web Services – so kann die Netzwerklogik bei der Implementation von Hybrid Cloud-Konzepten in NSX ausgelagert werden. Für die Zukunft plant VMware eine vergleichbare Unterstützung für Microsoft Azure.

EMC-Übernahme durch DELL

Logo-Gerüchteküche (Twitter)

Logo-Gerüchteküche (Twitter)

Für großes Aufsehen sorgte am Dienstag die Nachricht der Acquisition von EMC durch DELL. Zu einem Preis von 67 Milliarden hat der Hard- und Software-Anbieter aus Round Rock den Storage-Riesen EMC erworben. Neben Michael Dell’s Eigenkapital wurde auch die Kapitalbeteiligungsgesellschaft Silver Lake zur Finanzierung frequentiert. Nicht ohne Grund ist anlässlich der stolzen Summe vom größten IT-Deal aller Zeiten die Rede – Kennzahlen, die für viel Erstaunen und hitzige Diskussionen sorgen. Für viele stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der Kauf für VMware und deren Partner haben wird. Pat Gelsinger und Michael Dell (welcher mit dem VMware-CEO befreundet ist) betonten in der Keynote, dass es keine Änderungen für VMware geben wird – man freue sich viel mehr darauf, das gemeinsame Ökosystem weiter auszubauen. VMware solle weiterhin ein eigenständiges, an der Börse gehandeltes, Unternehmen bleiben. In einer Pressekonferenz wurden Bedenken geäußert, dass einige VMware-Partner DELL-Gegner seien – deren Verhältnis könnte unter diesen Geschehnissen leiden. VMware dementierte negative Veränderungen für Kunden und Partner. Es sei stets die Bestrebung VMwares gewesen, Partnerschaften zu pflegen und zu intensivieren – auch mit der Übernahme durch EMC vor 11 Jahren habe man stets an diesem Ziel festgehalten. Es darf gespannt abgewartet werden, wie diese Acquisition die IT-Branche verändert. Mit EMC dürfte DELL in der Lage sein, seine Marktstellung im Enterprise-Segment spürbar auszubauen – bisher hat DELL im Storage- und Konvergenz-Segment keine auffällige Verbreitung.
Der Twitter-Stream war Dienstag von wilden Befürchtungen und Persiflagen geprägt – am charmantesten fand ich die Vermutung eines neuen Logos. 😀

Container und Photon™

Während der Keynote war von Hybrid Applications die Rede. Eines der von VMware genannten Merkmale ist, dass diese in der Lage sind, eigene Instanzen ihrer Software zu provisionieren und somit besser zu skalieren. Eine weitere wichtige Eigenschaft sei auch das automatische Erkennen und Beheben typischer Laufzeitfehler. Als technische Grundlage solcher Anwendungen sieht VMware so genannte Microservices und Linux Container. Um diese Technologie dem Kunden anzubieten, stellt VMware zwei konträre Produkte zur Verfügung: vSphere Integrated Containers und die neue VMware Photon™ Plattform.
Das Problem bei der Verwendung von Docker-Containern in Kombination mit vSphere ist, dass diese Container mithilfe der bekannten Verwaltungsprogramme nicht als solche zu erkennen sind. Mithilfe vSphere Integrated Containers können Docker-Container wie konventionelle VMs überwacht werden, wie eine Demo in der Keynote zeigte. Das Konzept basiert auf einer minimalen Linux-Distribution, die ausschließlich für den Container-Einsatz konzipiert wurde und Photon OS™ – oder auch jeVM (just enough virtual machine) – genannt wird. Pro Container wird diese VM geklont, was entgegen anderer Container-Implementationen für mehr Isolation und somit Sicherheit sorgen soll. Da das Mini-Linux lediglich einen 25 MB Footprint besitzt und die Instant Clone-Technologie beim Klonen zum Einsatz kommt, soll sich der Speicherbedarf in Grenzen halten. Die Instant Clone-Technology, die intern auch Project Fargo genannt wurde, ermöglicht es, eine VM in weniger als 1 Sekunde zu klonen.
Mit VMware Photon™ wurde ein ausschließlich für Container optimiertes Konzept vorgestellt. Sogenannte Photon Machines führen Container aus – der sogenannte Microvisor (welcher auf ESX basiert) wird auf einem physischen System installiert. Ein Photon Controller übernimmt die Steuerung und Authentifizierung (siehe auch Project Lightwave™) der Container-Infrastruktur. Der Vorteil der Plattform ist, dass sie ein minimales Design aufweist, aber dennoch einige Sicherheitsfeatures von vSphere übernimmt und sich in Container Orchestrationslösungen, wie beispielsweise Cloud Foundry oder Mesos integriert. VMware hat betont, Photon Controller bald als Open-Source freizugeben – die Photon-Plattform hingegen wird auf gewöhnlicher Subscription-Basis vertrieben. Derzeit ist diese im Rahmen einer privaten Beta noch lediglich einem beschränkten Anwenderkreis zugänglich. Es wurde erwähnt, dass der Hersteller bereits zahlreiche Partnerschaften zu Container- und Anwendungsanbietern pflegt, um das Projekt weiter voranzutreiben. Eine Demo in der Keynote zeigte die Integration in Cloud Foundry und Kubernetes.

Workspace Suite und AirWatch

Mit VMware Workspace Suite wurde eine Software-Sammlung vorgestellt, welche die folgenden Mobility-Produkte beinhaltet:

  • Horizon 6 Enterprise Edition (VDI-Plattform)
  • Horizon FLEX (Sichere Verwaltung von lokalen virtualisierten Desktops in BYOD-Szenarien)
  • VMware Identity Manager (Single-Sign-On Service für Apps und Cloud-/Web-Anwendungen)
  • AirWatch Enterprise Mobility Management (Verwaltung mobiler Endgeräte)
  • AirWatch Content Locker Collaborate (Unternehmensweite Datei-Verwaltung/-Synchronisation auf mobilen Endgeräten)

Somit eignet die Software-Sammlung für sämtliche Mobility-Einsatzszenarien.
In einer Keynote-Demo wurde präsentiert, wie ein neues Endgerät mit installiertem Microsoft Windows 10 in AirWatch integriert werden kann. Hierzu genügt im Idealfall die Angabe der Firmen E-Mail-Adresse, was der Benutzerfreundlichkeit zugute kommt. Mit Project A² wurde eine Tech Preview vorgestellt, die im Wesentlichen AirWatch und App Volumes vereint und dazu verwendet werden kann, Windows 10-Anwendungen direkt über AirWatch zu verteilen. Derzeit ist dies nur beschränkt über eine Synchronisation mit Microsoft System Center Configuration Manager möglich.

Mit Boxer hat VMware ein Unternehmen übernommen, welches einen sehr beliebten PIM (Personal Information Manager) für mobile Endgeräte entwickelt. Das hinzugekaufte Unternehmen soll zukünftig das AirWatch-Portfolio erweitern. Ich bin sehr gespannt, welche Entwicklungen hier in naher Zukunft stattfinden werden. Mir ist der aktuelle AirWatch-PIM bekannt – ich denke, dass sich dieser durch den Erwerb von Boxer deutlich verbessern könnte.
Abschließend wurde mit VMware Horizon Air ein Service vorgestellt, der Windows-Desktops und -Anwendungen mit vCloud® Air™-Resourcen implementiert und auf Endgeräten jeglicher Art bereitstellen kann.

EVO:RAIL 2.0 und EVO SDDC

Mit großen Interesse habe ich die Entwicklungen von VMwares Hyperconverged Infrastructure Architecture (HCIA)-Konzept verfolgt. Letztes Jahr hatte VMware bereits mit einer ersten Version ein interessantes Konzept zur Vereinfachung von virtuellen Infrastrukturen vorgestellt. Die Appliance vereint weiterhin 4 unabhängige Server mit lokalen Speicherressourcen in einem 2U Gehäuse, bietet nun aber deutlich mehr Flexibilität – damit reagiert VMware auf die Wünsche und Kritik seiner Kunden. Während die erste Version immer über eine feste Anzahl von CPU- und Speicherressourcen verfügte („Take it or leave it„), hat der Kunde nun mehr Freiheit bei der Hardware-Konfiguration der Server.
Technisch betrachtet bietet EVO:RAIL in der zweiten Version alle Vorzüge von vSphere 6 inklusive VSAN 6 und darüber hinaus einige weitere Änderungen:

  • Integration von dvSwitches (vNetwork Distributed Switch), somit NSX-Unterstützung
  • EVO:RAIL Engine steht nun als dedizierte virtuelle Appliance zur Verfügung. Ferner können mit dem EVO:RAIL Manager mehrere Cluster implementiert werden.
  • Neue, modernere Web-Oberfläche
  • Integration in bereits bestehende vCenter Server möglich

Insbesondere der VSAN 6-Support eröffnet neue Möglichkeiten. Es können nun bis zu 16 Appliances (also insgesamt 64 ESXi-Hosts) und 40.000 IOPS pro Host bereitgestellt werden. Pro ESXi-Host können bis zu 200 VMs betrieben werden – somit eignet sich das HCIA-Konzept (nicht zuletzt auch wegen der NSX-Unterstützung) auch für große virtuelle Umgebungen.
Sehr interessant und auch amüsant empfand ich den Vortrag „EVO:RAIL 2.0 Deep Dive“ von Mike Laverick auf der VMworld. Mike, der im Übrigen ein kompetenter und überaus witziger Präsentator ist, (unbedingt mal die Aufzeichnung schauen!) hat hier umfassend über die technischen Änderungen und deren Beweggründe informiert. Abgerundet wurde der Vortrag von einigen gut platzierten und schmeichelhaft ehrlichen Missgeschicken aus dem IT-Alltag.
Die neue EVO:RAIL-Version ist in Kürze verfügbar – ein genaues Datum nannte VMware noch nicht.

Mit EVO SDDC bietet VMware ein Produkt zur Implementation von SDDC mit der bewährten Schlichtheit, die EVO:RAIL-Kunden bereits kennen. Das Produkt ist somit eine Weiterentwicklung einer Tech Preview, die letztes Jahr als EVO:RACK vorgestellt wurde. Die durchaus nicht zu unterschätzende Konfigurationsarbeit eines SDDCs nimmt hier eine Appliance, der EVO SDDC Manager, weitestgehend vor. Es wurde berichtet, mithilfe dieser Lösung könne ein komplettes SDDC in nur 2 Stunden implementiert werden. Steigenden Anforderungen kann mit Skalierungsfähigkeit (Scale out) entgegen gewirkt werden. Pro Rack sei die Lösung in der Lage, bis zu 2.000 VDI VMs zu betreiben und über 2 Millionen IOPS abzusetzen. EVO SDDC betrachtet die Summe sämtlicher Ressourcen als virtuelles Rack, dem mehrere Workload-Domains (z.B. VDI, Big Data) zugewiesen werden können – VMs werden einer solcher Domain zugeordnet. VMware bietet Kunden die Möglichkeit, sein eigenes SDDC-Design zu planen und mit verifizierten Best Practices abzugleichen – dieses Angebot trägt den Namen „VMware Validated Designs“ und ist derzeit im Early Access zugänglich.

vRealize Automation 7

Mit Symantec wurde auf der Keynote ein Kunde vorgestellt, der wöchentlich 10.000 VMs provisioniert. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, war der Einsatz von hoch automatisierten Prozessen unabdingbar. Mithilfe der neuen Version von vRealize Automation lassen sich VMs inklusive Anwendungen und Datenbanken in Private oder Hybrid Cloud-Ressourcen automatisiert erstellen. Bemerkenswert ist die Funktionalität zur Gestaltung von Multi-Tier-Anwendungen anhand sogenannter Blueprints. Über eine grafische Oberfläche werden benötigte Anwendungen, Dienste und sogar Netzwerke miteinander verknüpft, bevor diese komplett automatisiert und isoliert erstellt werden. Mithilfe von vCloud Air Hybrid Networking Services (benötigt NSX) wird die Netzwerk-Kommunikation und -Konfiguration zwischen verschiedenen Cloud-Infrastrukturen sichergestellt. Ein absolutes Highlight war eine Demonstration eines vMotion-Vorgangs von einer Private Cloud nach vCloud Air und zurück. Diese Funktion ist derzeit zwar noch als Technical Preview zu verstehen, wusste aber zu überzeugen. Diese Funktion soll später auch mit vCloud-Partnern, sowie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure-Resourcen funktionieren. Auch von einer vollständigen Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs zwischen den Cloud-Ressourcen war die Rede.
Mit der Veröffentlichung von vRealize Automation ist Ende 2015 zu rechnen.

Hands-On Labs

Entgegen letztem Jahr hatte ich letzte Woche die Gelegenheit, einige Hands-On Labs zu absolvieren. VMware bietet jedes Jahr die Möglichkeit, Produkte und Lösungen in virtuellen Labs ausgiebig zu testen. Nach Auswahl eines Labs wird per Mausklick eine virtualisierte vSphere-Umgebung in der VMware-Cloud erstellt und kann für eine bestimmte Zeit genutzt werden. Auch hier sind Auswahl und Nachfrage entsprechend groß, zu den beliebtesten Produkten zählten vCloud Air, NSX und vRealize. Neben selbständig durchgeführten Labs (self-placed) gabs es auch moderierte Labs, die jedoch eine Vorab-Registrierung benötigten. In jedem Fall standen immer VMware-Experten bei Fragen und Problemen zur Verfügung.
Ich selbst habe die Gelegenheit nicht zuletzt wegen einem neuen Buch, an welchem ich gerade arbeite, genutzt, um folgende Labs zu absolvieren:

  • vSphere with Operations Management 6 (HOL-SDC-1602)
  • VMware NSX Introduction (HOL-SDC-1603)
  • vSphere Performance Optimization (HOL-SDC-1604)
  • VMware vCloud® Air™: Jump Start for vSphere Admins (HOL-HBD-1681)
  • vCloud® Air™ Disaster Recovery (HOL-HBD-1684)

Pro Lab hat der Besucher zwischen 60 und 90 Minuten Zeit, einzelne Module zu absolvieren. Die Auswahl der Module ist in der Regel größer als die zeitliche Limitierung, weswegen es ratsam ist, sich wohl bedacht auf einige Module zu beschränken. Dieses Angebot ist auch außerhalb der VMworld kostenfrei – es werden lediglich ein entsprechendes Konto und ein Web-Browser benötigt, anschließend können sämtliche Labs zuhause absolviert werden. Für mich hatten die Labs einen großen Nutzen – schließlich hat man auf der Arbeit meistens nicht die Zeit und zuhause nicht die nötige Hardware, gewisse Produkte zu erproben. Insbesondere das NSX-Lab hat mir geholfen, einen detaillierteren Einblick in die Netzwerk-Virtualisierung zu erhalten. Ich kann nur wärmstens empfehlen, von diesem Angebot Nutzen zu machen – es lohnt sich!

Fazit

Mir hat das Event wieder viel Spaß und neue Erkenntnisse eingebracht. Insbesondere das Networking, die zahlreichen Fachvorträge und Hands-On Labs hatten einen deutlichen Mehrwert für mich. Ich kann es VMware-Administratoren nur empfehlen, das Event in Erwägung zu ziehen!

Video und Fotos

Auf YouTube findet sich ein Video über das Event. Anbei noch einige Fotos der Veranstaltung:

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